Sofort richtig anfangen:

Hühner daheim zu halten erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das rege Treiben ist nett anzuschauen und kann einen angenehmen Ausgleich zum Arbeitsalltag bieten. Auch die Kleinen erfreuen sich an dem quirligen Treiben. Und nicht zuletzt schmeckt das Frühstücksei aus dem eigenen Garten eben doch noch am besten!

 

Sie spielen also mit dem Gedanken sich Hühner anzuschaffen? Das Internet bietet unzählige Artikel über die Voraussetzungen, die Ihr Garten erfüllen sollte oder was Sie vor dem Kauf der Tiere beachten sollten. Unerwähnt bleibt dabei aber häufig, dass die richtige Ernährung ebenfalls ein wichtiger Aspekt bei der artgerechte Hühnerhaltung ist ist. Wir wollen Ihnen hier daher einen kurzen Überblick verschaffen, damit Ihre Tiere beim Eintreffen im neuen Heim von Beginn an bestens versorgt sind.

Das passende Hühnerfutter wählen:

Für eine artgerechte Haltung ist nicht nur die Unterbringung essentiell, sondern auch das passende Futter. Auf den ersten Blick scheint Ihnen eine überwältigende Bandbreite an verschiedenen Mischungen zur Auswahl zu stehen. Man kann hier aber anhand weniger Kriterien eingrenzen, welche Sorten überhaupt infrage kommen. Wo also liegen die Unterschiede? Fangen wir damit an das Futter in zwei Kategorien zu unterteilen...

Alleinfutter ist, wie der Name es schon vermuten lässt, eine vollständige Mischung. Es sind alle wichtigen Nährstoffe vorhanden, die Ihre Hühner für eine gesunde Legeleistung benötigen. Der größte Vorteil ist die einfache und unkomplizierte Anwendung.

 

Ergänzungsfutter dagegen bedeutet, dass Sie dieses mit einem weiteren Ergänzungsfutter zusammen anbieten müssen. Dies trifft zum Beispiel auf Körnermischungen zu, die nur Getreide und Saaten enthalten. Da hier keine Mineralien und Vitamine vorhanden sind, benötigen Sie ein darauf abgestimmtes Legefutter in Pellet- oder Mehlform. Im Vergleich zu Alleinfutter ist dies oft die preiswertere und flexiblere Variante. Das übliche Mischverhältnis ist 30% Körnermischung und 70% Legefutter.

 

Haben Sie sich für eine der beiden Futterarten entschieden, dann können Sie nach weiteren Feinheiten Ausschau halten. So stehen Sie vor der Wahl, ob Sie ein pelletiertes Futter oder doch ein Mehl bevorzugen. Legemehl wird oft besser angenommen und Ihre Hühner können sich durch Picken beschäftigen. Der Nachteil ist allerdings, dass die Tiere selektieren und weniger schmackhaftes liegen lassen. Im schlimmsten Fall kann dadurch eine Mangelernährung auftreten. Pellets stehen zwar weniger hoch im Kurs, aber garantieren dafür eine komplette Aufnahme aller Nährstoffe.

Zudem sollten Sie sich damit auseinander setzen, wie hochwertig Ihr Futter sein muss. Soll es das hochwertige, aber auch teure Bio-Futter sein? Oder doch eine günstigere Mischung ohne gentechnisch veränderte Bestandteile (GVO-frei)? Bedenken Sie dabei aber, dass dies eher den Ursprung der Zusammensetzung betrifft und nicht zwangsläufig Auswirkungen auf die Qualität des Futters hat.

Hühner artgerecht füttern:

Nachdem Sie das passende Futter gefunden haben, bleibt die Frage: Wie viel Futter müssen Sie Ihren Hühnern überhaupt täglich zur Verfügung stellen? Bleibt zu viel liegen, kann dies schließlich ungebetene Gäste anlocken.

Mittelgroße Legehühner bekommen etwa 100g - 120g Futter pro Tag, egal ob Allein- oder Ergänzungsfutter. Wenn Sie sich unsicher fühlen, können Sie aber auch eine etwas größere Menge anbieten und diese Menge täglich reduzieren bis das Futter vollständig aufgenommen wird. Denken Sie dran Ihren Hühnern auch täglich frisches Trinkwasser zur Verfügung zu stellen.

 

Empfehlenswert ist darüber hinaus Grit als zusätzliche Kalziumquelle in einer separaten Schale anbieten. Kalzium ist besonders für die Bildung der Eierschalen wichtig und eine gute Versorgung verhindert „Windeier“. Hühner wissen selbst sehr gut, was sie benötigen und werden sich bei Bedarf daran bedienen.

 

Leckereien wie Garnelen oder Mehlwürmer eignen sich hervorragend als Belohnung oder um die Hühner zutraulich zu machen. Diese eiweißreichen Snacks sind unglaublich beliebt bei nahezu sämtlichen Geflügelrassen, sollten aber nur in sehr begrenzten Mengen angeboten werden. Eine Hand voll für mehrere Hühner pro Tag ist völlig ausreichend.

Damit ist die Grundversorgung Ihrer Tiere sichergestellt, aber Sie können Ihren Tieren natürlich darüber hinaus Unterstützung anbieten. Wissenswert ist zum Beispiel, dass der Darm bei Geflügel ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems ist. So hat sich zur Erhaltung oder Verbesserung der Darmflora die regelmäßige Verabreichung von Produkten mit Oregano bewährt. Auch mit Schnupfen gibt es gerne mal Last, allerdings können Sie dagegen präventiv auf Futterzusätze mit ätherischen Ölen zurückgreifen.

 

Die Möglichkeiten an Futterzusätzen sind vielzählig, daher sollten Sie sich die Zeit nehmen in Ruhe zu stöbern. Sie eignen sich dadurch weiteres Wissen an und können bei eventuell auftretenden Problemen sofort handeln. Selbstverständlich stehen wir Ihnen aber auch mit Rat und Tat beiseite!


- Ihr Team der Mühle Gladen